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Von unserem Mitarbeiter Georg Schramm · 11.02.2015

1 1 2: im Notfall in Europa die gleiche Nummer

Kreis Böblingen: Der Notruf ist noch nicht sehr bekannt / Ohne Vorwahl und kostenlos aus allen Netzen Hilfe richtig anfordern

Viele Bundesbürger sind immer häufiger geschäftlich oder privat im Ausland unterwegs. Die Europäische Union hat auf diese zunehmende Mobilität reagiert und die Notrufnummer 112 zur europaweit einheitlichen Notrufnummer erklärt. Unter dieser Nummer kann man im Notfall europaweit schnell Hilfe rufen – immer vorwahlfrei und kostenlos aus allen Netzen – auch über Mobilfunk. (Bild: fotohansel /Fotolia)

Der Notruf 112 kann jedoch nur dann helfen, wenn die Menschen ihn auch kennen. Bei einer kürzlich durchgeführten Umfrage zeigte sich, dass nur 27 Prozent der befragten EU-Bürger spontan wussten, dass die 112 die Notrufnummer ist, über die man an jedem Ort in der EU die Feuerwehr oder den Rettungsdienst erreichen kann.

„Unser Ziel ist es, dass alle Bürger diese lebenswichtige Nummer kennen und wissen, dass der Notruf 112 nicht nur in Böblingen, sondern in ganz Deutschland und Europa der schnellste Weg ist, um Hilfe zu erreichen“, sagt Gerd Zimmermann, Pressesprecher der Feuerwehr Böblingen. „Dabei kommt es nicht nur darauf an, im Notfall die richtige Rufnummer zu kennen. Genauso wichtig ist es, die richtigen Angaben zu machen, damit Menschen in Not schnell und wirksam geholfen werden kann.“, so Zimmermann weiter.

Damit zum Beispiel die Mitarbeiter der Integrierten Rettungsleitstelle in Böblingen schnell geeignete Einsatzkräfte alarmieren können, muss der Anrufer wichtige Informationen durchgeben. Dafür gibt es die fünf „W“:

Was ist geschehen? Abhängig davon, ob es sich um einen Unfall, ein Feuer oder eine sonstige technische Hilfeleistung handelt, werden unterschiedliche Fahrzeuge benötigt.

Wo ist das Ereignis? Hier ist nicht nur die möglichst genaue Straßenbezeichnung samt Hausnummer hilfreich, sondern auch der Ort, in dem der Notfall passiert ist. Das ist besonders wichtig, wenn man für den Notruf das Mobiltelefon nutzt.

Wie viele Betroffene? Die Zahl der betroffenen Personen, ihre Lage und Verletzungen möglichst genau beschreiben. Bei Kindern sollte auch deren ungefähres Alter angegeben werden.

Wer ruft an? Den eigenen Namen, Standort und die Telefonnummer für Rückfragen nennen. Gerade, wenn eine Einsatzstelle schwer aufzufinden ist, ist es für die Einsatzkräfte hilfreich, wenn die Leitstelle den Anrufer nochmals kontaktieren kann.

Warten auf Rückfragen – Aufregung und Anspannung sind normal, schließlich wählt man nicht jeden Tag den Notruf. Falls man nun eine wichtige Angabe vergessen hat, werden die Mitarbeiter der Rettungsleitstelle nachfragen. Daher sollte man nie als erster auflegen, sondern abwarten, bis die Notrufstelle erklärt hat, dass sie alle Informationen hat.

Wenn andere Menschen Hilfe brauchen, sollte man Erste Hilfe leisten, soweit man sich nicht selbst in Gefahr bringt. Auch den Einsatzkräften beim Auffinden des Ereignis-ortes zu helfen, kann Leben retten.

Übrigens: Der 11.2. wurde vom Europäischen Parlament, der EU-Kommission und den EU-Mitgliedstaaten zum europaweiten Tag des Notrufs erklärt, da er selbst die Notrufnummer beinhaltet.