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12 Uhr? Katastrophe!

Anstoß für Frankreich

"Peb" schüttelt mit dem Kopf. Nicht Guardiola, denn bei dem heißt es ja "Pep", sondern Bausch. Mein hoch geschätztes Gegenüber hat es einfach mit den Franzosen. Auf und neben dem Platz. "Savoir vivre", ihr wisst schon. Er wird mir verzeihen, dass ich das verrate. Und nicht falsch verstehen: Der Mann schafft was weg, aber er genießt halt auch gern. Deshalb passt ihm eines gar nicht in den Kram: Frankreich spielt heute um 12 Uhr. Das kommt so plötzlich und ist dann auch so schnell vorbei.

"12 Uhr?" Peb schüttelt mit dem Kopf. Ich frage nach: "Wo ist da das Problem?" "12 Uhr?" Peb schüttelt wieder mit dem Kopf. So kommen wir nicht weiter, glaube ich. Und dann bekomme ich wenigstens den Hauch einer Erklärung. "Nachts Fußball ist völlig in Ordnung. Aber Fußball mittags, das geht doch nicht."

Da muss doch mehr dahinter stecken, denke ich. Und das tut es auch. Peb verrät den wahren Grund: "Wann war Frankreich Weltmeister? 98, klar. Also war das 2002." Mit "das" meint er diese Frühschoppen-Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea, bei der es die späten Spiele nachmittags gab. Das Star-Ensemble der Equipe Tricolore fuhr erst als große Nummer nach Asien und dort dann gnadenlos ein. "Ich weiß noch, wie ich mir mit dem Edip im Café Frankreich gegen Dänemark angeschaut habe. Mittags! Eine Katastrophe! 0:2."

Kein einziges Tor hat Frankreich in der Vorrunde damals geschossen. Keine Sau hatte damit gerechnet.  Das ist mindestens ein guter Grund dafür, warum Fußball um 12 Uhr bei ihm zu schlimmem Kopfschütteln führen kann.  Zumindest für einen, der es mit den Franzosen hält. Andere werden das anders sehen. Fußball gibt es heute um 12, 15, 18 und 21 Uhr. Übrigens auch mit Frankreich-Gegner Dänemark. Und zur Krönung des Tages darf auch Messi ran.  Mal schauen, was der Tag so bringt. Denn wie sagte schon Sepp Herberger: "Die Leute gehen zum Fußball, weil sie nicht wissen, wie es ausgeht." Peb weiß es auch nicht. Er weiß nur, dass er heute früh ran muss.