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Bahn ausgefallen? Denk doch positiv!



Lange gab es an dieser Stelle keinen neuen Blogeintrag mehr, da es keine nennenwerten Bahn-Verspätungen auf meiner Strecke gab. Was ich nun aber in der Zeitung lesen musste, macht mich fassungslos. Offenbar passiert es in der letzten Zeit immer häufiger, dass Zugausfälle gar nicht mehr angesagt oder an der Haltestelle angezeigt werden. Klar, bei solch einer Menge von Ausfällen oder Verspätungen kann es schonmal passieren, dass da was untergeht. Könnte man zumindest meinen. Aber von wegen - die Nichtinformation ist pure Absicht und hat bei der Bahn sogar einen wohlklingenden Namen: "Positivkommunikation". 

Ein Sprecher der S-Bahn erklärt, dass man im vergangenen Herbst damit begonnen habe, Ausfälle und Verspätungen nicht mehr anzusagen und anzuzeigen. Stattdessen werde darauf hingewiesen, wann die nächste S-Bahn fahre. So werde vor allem in Haltestellen auf der Stammstrecke, wo alle zweieinhalb Minuten ein Zug komme, verfahren, also im Tunnel zwischen Hauptbahnhof und Schwabstraße. Entscheidend sei für die Kunden doch, dass sie erführen, wann der nächste Zug komme, argumentiert die Bahn. „Das ist die Information, die einem weiterhilft“, sagt der Sprecher.

Was soll man dazu noch sagen? Liebe Bahn, ich habe da einen grandiosen Tipp für euch. Warum macht ihr euch überhaupt noch die Mühe und schreibt Fahrpläne. Könnt ihr euch in Zukunft einfach sparen, ist doch voll negativ! Die Reisenden kommen einfach fröhlich an den Bahnhof und warten ab, bis die passende S-Bahn für sie kommt. Vielleicht in 20, 40 oder 60 Minuten. Und wenn es dann doch ein wenig schneller geht, ist das doch voll die positive Überraschung. Genial! So haben wir alle viel mehr Freude im Leben.