Sport Lokal vom 12.10.2017

Fußball: Der 1. FC Köln II und der Maichinger Michael Klauß trauern um den verstorbenen Co-Trainer Uwe Fecht

Wenn der Ball zur Nebensache wird

  • Wenn der Ball zur Nebensache wird

Mit dem 1. FC Köln gastiert morgen Abend das Bundesliga-Schlusslicht in der Mercedes-Benz-Arena. Auch die zweite Mannschaft, in der der Maichinger Michael Klauß spielt, ziert das Tabellenende in der Regionalliga West. „Bei uns kommt derzeit einfach viel zusammen“, sagt der 30-Jährige. Vor allem der plötzliche Tod von Co-Trainer Uwe Fecht belastet Michael Klauß.

Magere fünf Punkte nach elf Spieltagen ist die Ausbeute des kleinen FC. „Wir hatten im Sommer einen größeren Umbruch in der Mannschaft, doch das ist nicht das alleinige Problem“, sagt Michael Klauß. Vor drei Wochen ist Co-Trainer Uwe Fecht im Trainerbüro zusammen gebrochen. In der vergangenen Woche ist der 58-Jährige verstorben.

Das Punktspiel der Kölner U23 am vergangenen Wochenende bei Alemannia Aachen wurde deshalb abgesetzt. „Ich hatte ein besonders gutes Verhältnis zu Uwe Fecht. Er war ja fast gleich alt wie mein Vater“, sagt der Maichinger. Trainer Patrick Helmes war dabei, als sein Assistent ins Koma fiel. Er hat kurz darauf um Auflösung seines Vertrags gebeten. Für den 33-Jährigen geht erst einmal darum, die Geschehnisse in einer Auszeit zu verarbeiten.

Das gilt auch für Michael Klauß: „Ich habe noch nie so einen positiven Menschen wie Uwe erlebt. Er hat sich zu 100 Prozent für den Fußball eingesetzt.“

Der bisherige U17-Coach André Pawlak tritt die Nachfolge von Patrick Helmes an. „Ich hoffe, dass er in dieser schwierigen Situation neue Impulse setzen kann. Jetzt werden die Karten neu gemischt“, sagt der 30-Jährige. Auch die Bundesliga-Truppe des 1. FC Köln steckt in der sportlichen Krise. Doch Michael Klauß gibt sich keinen Illusionen hin, dass Cheftrainer Peter Stöger möglicherweise in dieser Situation auf seine Dienste vertrauen könnte.

„Das wäre auch kein Thema, wenn wir in der Regionalliga Spitzenreiter wären und ich die Torschützenliste anführen würde“, sagt der Maichinger. Deshalb schaut er am Geißbockheim auch nicht zu den Profis hinüber.

Michael Klauß sieht sich als Führungsspieler der zweiten Mannschaft und will dabei mithelfen die jungen Spieler besser zu machen, nicht mehr und nicht weniger. Michael Klauß: „Als ich einst nach


Von unserem Redakteur Philipp Hamann