Ticker vom 14.11.2017

Verfolgungsjagd mit Verkehrsrowdy


Montagvormittag gegen 11.15 Uhr kam es zu einer Verfolgungsfahrt zwischen der Polizei und einem Audi-Fahrer. Der 38-Jährige fiel Beamten des Polizeireviers Böblingen auf, da er mit seinem grauen Audi A3 entgegen der Fahrtrichtung auf einer Verkehrsinsel an der Einmündung Friedrich-Gerstlacher-Straße/Leibnitz-Straße in Böblingen stand. Als der Fahrer die Polizeibeamten sah, fuhr er mit Vollgas an, zeigte den ausgestreckten Mittelfinger und flüchtete in Richtung Sindelfingen.
Dabei überfuhr er in der Sindelfinger Mahdentalstraße mehrere rote Ampeln. Mit über 100 Stundenkilometern raste er schließlich auf die Autobahn-Anschlussstelle Sindelfingen-Ost zu. Kurz vor der Autobahnauffahrt versperrten Polizeibeamte der Verkehrspolizeidirektion Ludwigsburg mit ihrem Streifenwagen die Fahrbahn. Dem Raser gelang es jedoch die Absperrung zu umfahren und anschließend auf die A81 in Richtung Stuttgart aufzufahren. Am Autobahnkreuz Stuttgart wechselte er auf die A8 in Richtung München.
Während der Verfolgungsfahrt hatten die Beamten der Verkehrspolizeidirektion zwei Mal versucht, sich mit dem Streifenwagen vor den Audi zu setzten, beide Male wurden sie jedoch von dem 38-Jährigen abgedrängt, sodass ein Überholen nicht möglich war. Schließlich verließ der Verkehrsrowdy die Autobahn an der Anschlussstelle Möhringen/Leinfelden-Echterdingen. Danach setzte der Fahrer seine Flucht über die B27 in Richtung Stuttgart fort. Erst in der Nähe des Fernsehturms gelang es Stuttgarter Polizisten an der Kreuzung Mittlere Filderstraße/Kirchheimer Straße den Audi zu stoppen.
Ohne weitere Gegenwehr wurde der offensichtlich psychisch auffällige Fahrer schließlich festgenommen und sein Führerschein beschlagnahmt. Durch seine Fahrmanöver und die deutlich überhöhte Geschwindigkeit gefährdete er außer den Polizeibeamten vermutlich auch noch mehrere unbeteiligte Fahrzeuge. Der 38-Jährige wurde freiwillig in eine psychiatrische Klinik gebracht.
Die Verkehrspolizeidirektion Ludwigsburg, Telefon 0711/6869-0 sucht nun nach Personen die den Vorfall beobachtet haben oder selbst von dem Audi-Fahrer gefährdet wurden.