Kultur Lokal vom 11.11.2017

Sindelfingen: Nicola Schorm präsentiert neuen Roman in alter Heimat

Spiegel des Seelenlebens


Es ist ihre zweite literarische Reise nach Sindelfingen. Dieses Mal mit zwei Büchern im Gepäck. Letztes Jahr war Nicola Schorm mit ihrer autobiografisch basierten Erzählung „Alte Heimat – Fremdes Land“ in die Stadt ihrer Kindheit und Jugend zurückgekommen. Und hatte bei Manfred Zöller im „Café Paletti“ gelesen. Jetzt las sie im Restaurant „La Vesa“ aus ihrem Roman „Das neunte Tagebuch“.

Auf den ersten Blick erinnert der Roman an die Fernliebe der Autorin. „Meine Heimat war die Welt, ich wollte nie hierbleiben“, hat sie in einem SZ/BZ-Interview gesagt. Die ehemalige Maichingerin hatte 1980 ihr Abitur auf dem Goldberggymnasium gemacht. Seit Jahrzehnten lebt Nicola Schorm (Bild: Schilpp) als Zahnärztin in Buenos Aires, wo sie auch Reisetagebücher über die Abenteuerreisen mit ihrem argentinischem Mann schreibt.

„Es ist ein seltsames, aber sehr schönes Buch“, sagt Andreas Heßelmann von der Sindelfinger Buchhandlung Röhm zu Beginn der Lesung im Restaurant „La Vesa“. Die Hauptperson, eine 42-jährige Englischlehrerin namens Marion, macht sich ohne Reiseziel in ihren Jahresurlaub auf. Zum neunten Mal. Für einen Monat. Um mit der Bahn kreuz und quer durch Europa zu fahren. Und Menschen zu „sammeln“. „Sie schütten ihr Leben aus“, sagt Heßelmann.

„Ich liebe die alten Abteile. In ihnen spielt sich mein Leben ab. Meine Schätze sind die Begegnungen mit Menschen, die hier, in dieser unkonkreten Zwischenwelt wahrhaftiger sind, als sie es


Von unserer Mitarbeiterin Marina Schilpp