Kultur Lokal vom 18.03.2017

Sindelfingen: Die STB-Big-Band hat mit der Komponistin und Jazzpreisträgerin Monika Roscher das Konzert heute Abend im Odeon vorbereitet

„Sie hat neue Impulse gegeben“

  • „Sie hat neue Impulse gegeben“

Es gehört zur guten Tradition bei der STB-Big-Band, sich für Workshops Musiker der Spitzenklasse einzuladen und durch sie neue Impulse zu erhalten. Was das Sindelfinger Ensemble vor vier Wochen zusammen mit der Gitarristin, Sängerin, Komponistin und „Echo-Jazz“-Preisträgerin Monika Roscher im „Trainingslager“ im Odeon erarbeitet hat, das wird heute Abend ab 20 Uhr dortselbst zu hören sein.

In der Chronik der STB-Big-Band ist Monika Roscher die Nummer 21 in der seit 1993 geführten Liste der Workshop-Dozenten. Nicht wenige Landesjazzpreisträger aus Baden-Württemberg waren darunter, im vergangenen Jahr etwa Magnus Mehl, davor auch schon Thomas Siffling, Frank Kroll und Klaus Graf, zweimal bereits Peter Lehel und Rainer Tempel. Auch Posaunist Nils Wülker, Vibraphonist Dizzy Krisch sowie den Böblinger Tobias Becker konnte man bereits gewinnen.

Wen man einladen möchte, das wird in der Regel basisdemokratisch entschieden. Die Idee, bei Monika Roscher anzuklopfen, hatte Posaunist Karl Mutschler, ehemals Lehrer am Stiftsgymnasium und Alterspräsident bei der STB-Big-Band. Bassist Thomas Moroff nahm dann den Kontakt zur in München lebenden Fränkin auf.

Die Musik, die Monika Roscher mit ihrer eigenen Big-Band spielt, stößt in Fachkreisen auf große Resonanz und Lob. Charakterisieren lässt sie sich als vielfältiger und komplexer Stilmix, in dem lyrisch anmutende und elegische Passagen auf abrupt losdröhnende fette Bläsersätze treffen und mit knackig-schnarrenden Gitarrensoli mit Rockmusikappeal und Elektronikzutaten wetteifern. Als „Frickeljazzrockchaordisch“ hat „Zeit online“ ihr vielbeachtetes Debütalbum „Failure in Wonderland“ bezeichnet, die Sendung NDR Kulturzeit nannte ihren Sound „Herrlich unklassisch“.

„Das ist schon eine sehr spezielle Musik mit teilweise ganz wilden Läufen, in die man sich erst reinhören muss, weil ständig etwas Neues passiert“, beschreibt STB-Gitarrist Claus Regelmann seine ersten Höreindrücke. Für ihn als Gitarristen war die Workshop-Erfahrung mit Monika Roscher insofern etwas ganz Besonderes, als es für ihn diesmal um mehr als nur das Spielen von Akkorden ging.

„Ich bin kein Freund von ausnotiertem Notenmaterial, mir reicht es, wenn man mir sagt, welcher Takt und welcher Stil verlangt sind“, erzählt der Holzgerlinger. „Am Anfang habe ich tatsächlich auch gehadert, aber je mehr ich mich dann mit Aufnahmen von Monika Roschers Kompositionen beschäftigt habe, umso besser kam ich dann auch rein. Auch hat mir geholfen, was sie über ihre Musik und deren grundsätzlichen Aufbau erzählt hat, das hat dann zum besseren Verständnis beigetragen.“

Dass Regelmann, ganz der Gentleman, ihr bei den solistischen Gitarrenpassagen den Vortritt lassen wollte, ließ sie nicht gelten. „Wir spielen diese Passagen jetzt eben mit zwei Gitarren, mal Sie im


Von unserem Mitarbeiter Thomas Volkmann