Kultur Lokal vom 18.03.2017

Böblingen: Die Band um Trompeter Christian Meyers mit Funk, Jazz und Lounge in der Kongresshalle

Schneeflocken tanzen und wirbeln

  • Schneeflocken tanzen und wirbeln

Mit einer Mischung aus Funk, Jazz und Lounge unterhielt die Band „Meyers Nachtcafé“ die Zuhörer in der Böblinger Kongresshalle. Ihre Musik erinnert an Größen der Musikgeschichte wie Roy Hargroves Band „RH Factor“ oder Rick Braun. Im Mittelpunkt der Band stehen die Trompete und das Flügelhorn von Christian Meyers.

„Es gibt einen Nachtcafé-Moment für uns“, sagt Christian Meyers. „Wenn das erste Stück rum ist, merke ich, da sind wir wieder.“ Diesen Moment erlebte auch das Publikum in der Böblinger Kongresshalle. Denn schon mit den ersten Tönen der Band um Christian Meyers fingen einige im Publikum an mit geschlossenen Augen im Takt zu nicken. Dafür sorgte nicht zuletzt Schlagzeuger Eckhard Stromer mit abwechslungsreichen und mitreißenden Rhythmen.

Gemeinsam mit Rüdiger Nass an der Gitarre, Alex Uhl am Bass und Martin Johnson am Rhodes Piano präsentierten die fünf Vollblut-Musiker ihr Programm: mal funkig, mal jazzig, gemischt mit einer Prise Lounge-Musik. Immer dabei: die sichtbare Freude am gemeinsamen Musizieren. Insgesamt zwölf Stücke und zwei Zugaben bekam das Publikum zu hören. Die meisten Songs komponierte Meyers, das ein oder andere stammte aber auch aus der Feder des Herrenberger Musikers Martin Johnson oder von Gitarrist Rüdiger Nass.

Neben schnellen, funkigen und expressiven Rhythmen wie bei dem Stück „Sister A“, zeigte sich Meyers Nachtcafé facettenreich. Etwa mit dem Lied „Christine“, das Christian Meyers für seine Tochter geschrieben hat. Mit viel Gefühl am Flügelhorn und reduzierter Begleitung, stehen bei diesem Lied klar der unverkennbare warme und schwebende Ton des Instruments und die Emotionalität eines Vaters im Vordergrund.

„Ich habe das Stück als Belohnung für meine Tochter geschrieben, weil sie mich immer üben lässt“, sagt der Berliner Musiker. Das ruhige Stück traf allerdings nicht ganz den Geschmack seiner


Von unserer Mitarbeiterin Rebekka Schütz