Lokales vom 02.09.2017

Sindelfingen/Böblingen: CDU-Wahlveranstaltung mit Finanzminister Dr. Wolfgang Schäuble und dem Bundestagskandidaten Marc Biadacz auf dem Flugfeld

Schäuble: „SPD-Bildungspläne sind grotesk“

  • Schäuble: „SPD-Bildungspläne sind grotesk“

sten Niveau, das wollen wir nicht. Wenn es nach der SPD geht, haben bald alle das Abitur, ob sie rechnen und schreiben können oder auch nicht“, kritisiert Schäuble die Pläne der Sozialdemokraten.

Die CDU dagegen will die Investitionen in Forschung und Entwicklung weiter erhöhen. „Zusammen mit einigen skandinavischen Ländern sind wir bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung ganz vorne - weit vor den USA. Davon hängt ab, ob wir weiter an der Spitze bleiben“, sagte Schäuble, der in der Digitalisierung das zentrale Thema „für unsere Zukunft“ sieht und damit ganz auf der Linie von Marc Biadacz ist.

Der Böblinger Bundestagskandidat will, dass die neue Bundesregierung ein eigenes Ministerium für Digitalisierung schafft, und gibt Schäuble diesen Wunsch mit auf den Weg nach Berlin. „Das halte ich für elementar“, sagte Biadacz.

Scharf kritisierte der Finanzminister das Verhalten von SPD und Grünen in der Dieseldiskussion. „Wenn ich manche da reden höre, dann haben die Schadenfreude, wenn es der Automobilindustrie schlecht geht. Wenn es so weit kommt, dann sind gerade in Baden-Württemberg viele Arbeitsplätze in Gefahr. Offensichtlich hat auch die SPD-Umweltministerin Hendricks keine Vorstellung davon, was die Autoindustrie für uns und für die Zukunft unseres Landes bedeutet“, sagte Schäuble.

Nicht nur die Bildungs- und Wirtschaftspolitik sei bei der Union besser aufgehoben. Auch in der Innenpolitik ist der Einfluss der CDU entscheidend, sagte der frühere Innenminister. „Ziel der Terroristen ist es, uns zu verunsichern. Die Sicherheitsbedrohung nimmt weiter zu. Deshalb müssen wir die Polizei und die Nachrichtendienste in die Lage versetzen, potenzielle Attentäter früher zu identifizieren“, so Schäuble.

Um Gesetze für die innere Sicherheit durchzusetzen, sei es wichtig, dass die Union am 24. September so stark wie möglich wird. „Die Zweitstimmen sind noch wichtiger. Deshalb müssen wir in den nächsten drei Wochen um jede Stimme kämpfen. Es reicht nicht, dass alle Welt sagt, Frau Merkel wird wieder Kanzlerin“, so Dr. Schäuble an die Adresse der CDU-Mitglieder.

Chefredakteur Jürgen Haar schreibt seit 1978 für die SZ/BZ und hat Wolfgang Schäuble schon ein Dutzend Mal im Wahlkampf erlebt.

Wahlkampf für die Bundestagswahl am 24. September: Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble am Freitag in der Legendenhalle auf dem Flugfeld mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Marc Biadacz. Bild: SMDG/Dettenmeyer


Von Chefredakteur Jürgen Haar