Top-Thema vom 13.09.2017

Böblingen: SPD-Kanzlerkandidat fordert auf dem Marktplatz ein zweites TV-Duell mit Kanzlerin Angela Merkel

Martin Schulz: "Stellen Sie sich der Diskussion"

  • Martin Schulz kurz vor seinem Auftritt auf dem Böblinger Marktplatz. Bild: Jung Martin Schulz kurz vor seinem Auftritt auf dem Böblinger Marktplatz. Bild: Jung

Es ist ein Heimspiel für Martin Schulz in Böblingen. Mal abgesehen von dem Zwischenrufer, der aus seinem Dachfenster am Marktplatz ein „Geh nach Hause“ über den Platz brüllt. Doch der SPD-Kanzlerkandidat beweist rheinische Schlagfertigkeit. „Kollege, wenn gute Argumente Glückssache sind, dann hast Du eben ‘ne Pechsträhne“, entgegnet er vom Podium. Die Menge lacht. Ein hoch gereckter Mittelfinger als replik. Dann ist Ruhe an der Fensterfront.

In einer konzertierten Aktion haben sich Bundes- und Landesverband Böblingen als zentralen Auftrittsort von Martin Schulz in der Region Stuttgart ausgeguckt. Entsprechend viele Sozialdemokraten sind nach Böblingen gekommen, entsprechend werden auch die SPD Kandidaten zwischen Ludwigsburg und Sigmaringen, Reutlingen und Esslingen päsentiert – mit dabei natürlich auch die Quasi-Gastgeberin Jasmina Hostert, die Böblingerin.

Der Tag ist ein besonderer für die SPD-Kandidatin. Am Vormittag noch Straßenwahlkampf am Stand am Elbenplatz, dann Besprechungen zum Ablauf der Kundgebung um 14.25 dann auf dem Marktplatz. Endlich. Noch ist die Bühne leer. Doch ein wenig Kribbeln im Bauch hat Jasmina Hostert schon. „Jetzt freue ich mich. Es ist ja schon etwas Besonderes, wenn der Kanzlerkandidat kommt. Ich möchte ja, dass hier alles gut verläuft und die Veranstaltung in guter Erinnerung bleibt.“

Martin Schulz reibt sich in seiner Rede vor allem an der Kanzlerin. Wirft ihr zu viel Zurückhaltung bei der Formulierung ihrer künftigen Ziele vor. Immer wieder fordert er Angela Merkel zu einem neuen Fernsehduell auf, nachdem beim ersten einige Themen zu kurz gekommen sind. „Frau Merkel, ich stehe zur Verfügung und das ZDF auch. Stellen sich dieser Diskussion."

Der komplette Artikel steht am Donnerstag in der SZ/BZ.


Hansjörg Jung