Lokales vom 07.03.2017

Böblingen: Podiumsdiskussion an der Friedrich-Schiller-Realschule mit prominenter Besetzung

Lust an der eigenen Leistung

  • Lust an der eigenen Leistung

dass er das reinbringen kann, was er mal in der Ausbildung gekostet hat“, so der Professor. Denn man könne sich sowohl durch die Schule, als auch durch das Studium mogeln, im Beruf gehe das nicht.

In der anschließenden Podiumsdiskussion meldeten sich nebst den vorher schon genannten auch Rainer Ruess, Schulleiter der FSR, Elternbeiratsvorsitzende Rita Mahr, Ines Maurer, ehemalige Schülerin, und Mustafa Hamich, Schüler an der Böblinger Realschule, zu Wort.

Vor allem die beiden Schüler und Rainer Ruess beleuchteten weitere Aspekte der Leistungsbereitschaft und Motivation von Schülern. „Es dreht sich alles um Interesse. Wenn ein Schüler sich für etwas interessiert, dann arbeitet er auch hart daran und ist motiviert“, so der Schulleiter. Das gelte auch im Sport, erklärte Niko Kappel.

„Die Motivation hat aber zusätzlich noch viel mit dem Trainer zu tun. Zum Beispiel hat es vor ein paar Jahren zwischen mir und meinem damaligen Trainer nicht mehr gepasst. Dann lief auch nichts mehr. Daraufhin habe ich den Trainer gewechselt. Das gegenseitige Vertrauen war sehr gut, und er konnte mich super motivieren. Da kamen auch die Leistungen wieder.“

Dr. Werner Haas, Geschäftsführer bei Philips Healthcare in Böblingen, definiert die Motivation von Mitarbeitern und Angestellten aus einer Mischung von Sinnhaftigkeit der Tätigkeit und einer gemeinsamen Zielsetzung zwischen Arbeitnehmern und Vorgesetzten. Er merkte an, dass Studenten in den letzten Jahren durch das schulartige Bachelor-System eigenständiges Arbeiten nach dem Studium immer schwerer falle. Leistungsbereitschaft hängt in seinen Augen also auch von äußeren Umständen ab.

Der Goldmedailliengewinner Niko Kappel diskutierte mit in der Friedrich-Schiller-Realschule. Bild: Schönberger


Von unserem Mitarbeiter Konrad Schönberger