Top-Thema vom 16.07.2017

Böblingen/Sindelfingen: Tausende tanzen und feiern auf dem Flugfeld beim Festival „Holi Farbenwelt“ / Aus indischer Tradition ist ein Party-Event geworden

Ein Farbenmeer im Puls der Rhythmen

  • Schon am frühen Samstagnachmittag war auf dem Flugfeld-Festplatz zwischen Sindelfingen und Böblingen jede Menge los. Das Festival „Holi Farbenwelt“ lockte mehrere Tausend junge Leute aus der ganzen Region zum farbenfrohen Party-Spektakel (Bild: Groß). Schon am frühen Samstagnachmittag war auf dem Flugfeld-Festplatz zwischen Sindelfingen und Böblingen jede Menge los. Das Festival „Holi Farbenwelt“ lockte mehrere Tausend junge Leute aus der ganzen Region zum farbenfrohen Party-Spektakel (Bild: Groß).

Lachende bunte Gesichter, tanzende Massen und wummernde Bässe – nach einem Jahr Pause fand wieder ein Holi-Festival auf dem Flugfeld in Böblingen statt und zog Tausende Besucher an. Bei gutem Wetter wurde bei der „Holi Farbenwelt“ unter dem freien Himmel getanzt, getrunken und natürlich Farbpulver geworfen.

„Drei, zwei, eins“, immer wieder läuft ein Countdown – der Himmel leuchtet für einige Sekunden rot, gelb, grün und blau auf. Das bunte Farbspektakel senkt sich auf die Festivalbesucher, die sich zu lauten Rhythmen im Takt bewegen. Nachdem sich der Farbstaub gelegt hat, ist es nicht mehr der Himmel, der in allen Farben erstrahlt, sondern die überwiegend weißen T-Shirts der Tanzenden sowie deren Haare und Gesichter sind bunt gesprenkelt.

Doch was hat es mit dem Holi-Festival auf sich? Ursprünglich handelt es sich bei dem Fest um ein indisches Frühlingsfest, das mindestens zwei und bis zu zehn Tage dauert. Spirituell vermittelt das Fest den Sieg des Guten über das Böse, aber auch in der Natur markiert es den Sieg des Frühlings über den Winter. „Holi“ wird es hauptsächlich in Nordindien und Nepal bezeichnet, in anderen Landesteilen sind Namen wie „Maharastra“ oder „Kamada´hana“ geläufig. Am ersten Tag des Festes entzünden die Menschen nachts ein Feuer, worin eine Figur aus Stroh, als Symbol für die Dämonin Holika, verbrannt wird. Auch Versöhnung und das Begraben von alten Streitigkeiten stehen im Fokus des Festes.

Der „Rangapancami“ (Ranga: Farbe; Pancami: der fünfte lunare Tag) ist der zweite Tag des Festes. Hier wird ausgelassen gefeiert. Man besprengt sich gegenseitig mit gefärbtem Wasser und Farbpulver namens Gulal. Dieses wurde ursprünglich aus Blüten, Wurzeln und heilenden Kräutern gewonnen, heute kommen bei der Herstellung häufig synthetische Farben zum Einsatz.

(Der komplette Artikel steht am Montag in der SZ/BZ.)


Rebekka Groß