Lokales vom 19.05.2017

Sindelfingen: Das Parlament der Vereinigten Volksbank stimmt der Fusion der genossenschaftlichen Finanzinstitute mit 97,69-prozentiger Mehrheit zu

Drei Vertreter wollen Darmsheim nicht

  • Drei Vertreter wollen Darmsheim nicht

Die Übernahme der Darmsheimer Bank war den Vertretern der Vereinigten Volksbank keine Silbe wert. Ohne dass sich aus ihren Reihen jemand zu Wort meldete, beschlossen sie am Mittwochabend in der Sindelfinger Stadthalle den Zusammenschluss der beiden genossenschaftlichen Finanzinstitute.

Einstimmig fiel das Ergebnis dennoch nicht aus. Mit 132 Vertretern (von 328) war die Versammlung nicht gut besucht. Drei Vertreter votierten gegen die Verschmelzung. Zwei enthielten sich und gaben damit nach Genossenschaftsrecht ungültige Stimmen ab. Die 127 Ja-Stimmen ergaben damit eine Zustimmungsquote von 97,69 Prozent und damit deutlich mehr als die geforderte Dreiviertel-Mehrheit.

Mit 99,24 Prozent der Stimmen passte die Versammlung die Satzung der Vereinigten Volksbank an die Aufnahme der Darmsheimer Bank an. Da sich die Darmsheimer Generalversammlung am Dienstagabend mit 99,05 Prozent der Stimmen für die Fusionspläne ausgesprochen hat (die SZ/BZ berichtete), wird der Zusammenschluss rückwirkend zum 1. Januar 2017 wirksam.

Sofern die Vertreterversammlung der Vereinigten Volksbank im nächsten Jahr für 2017 eine Dividende beschließt, sollen diese auch die Darmsheimer erhalten. Außerdem sollen anstelle der Generalversammlung künftig regelmäßig Mitgliederversammlungen abgehalten werden, zitierte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Karlheinz Sanwald aus dem Entwurf der Verschmelzungsvereinbarung.

Monika van Beek, Direktorin des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes, verwies auf das Verschmelzungsgutachten des Verbandes, nach dem schon allein die geografische Lage der Institute einen Zusammenschluss anbiete. Die Fusion sei notwendig, um die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu erhalten und auszubauen: „Es soll eine starke, leistungsfähige und in der Region verwurzelte Genossenschaftsbank entstehen.“ Zur Darmsheimer Bank sagte sie, deren Ertragslage sei „für eine nachhaltige Zukunftsfähigkeit nicht ausreichend“.

Die technische Verschmelzung soll am 22. Juli vollzogen werden. Das heißt, an diesem Tag ändert sich für die Darmsheimer Kunden die IBAN und für einige auch die Kontonummer. Der Rücktritt von Eberhard Elsässer aus dem Aufsichtsrat (siehe auch Seite 15: Wir freuen uns mit ...) und die Wahl des Darmsheimer Aufsichtsratsvorsitzenden Gerd Körber zu seinem Nachfolger werden erst mit der Eintragung der Verschmelzung ins Genossenschaftsregister wirksam.

Wiedergewählt in den Aufsichtsrat wurden der stellvertretende Vorsitzende Dr. Wolfgang Röhm (Sindelfingen) und Jürgen Früh (Böblingen), die dem 18-köpfigen Gremium seit 2002 angehören.

Der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Klotz erinnerte in seiner Betrachtung des Geschäftsjahres 2016 daran, dass dieses eine der einschneidendsten Veränderungen in der über 150-jährigen Geschichte der


Von unserem Redakteur Karlheinz Reichert