Kultur Lokal vom 11.11.2017

Sindelfingen: Die Band „Gradraus“ kommt mit schwäbischem Folkrock in den Pavillon der IG Kultur

Die Lieder gehen direkt ins Herz

  • Die Lieder gehen direkt ins Herz

Schwäbisch, authentisch, humorvoll mit Liedern, die vom Leben erzählen und direkt ins Herz gehen: Die achtköpfige Band „Gradraus“ aus dem Schwäbischen Wald spielte im Sindelfinger Pavillon bei den Literaturtagen. Veranstalter war die IG Kultur in Zusammenarbeit mit dem Verein „Schwäbische Mund-Art“ und dem Förderverein Schwäbischer Dialekt.

„Mir denkat schwäbisch, mir fühlet schwäbisch, warum solle mer da ed schwäbisch Musik mache“, so „Gradraus“-Frontfrau Anke Hagner. Mittlerweile blickt die Band „Gradraus“ mit Anke Hagner (Texte und Gesang), Christoph Kinkel (Musik, Gitarre und Gesang), Michael Hammer (Gitarre, Bouzouki und Gesang), Patrick Haufe (Bass), Matthias Schock (Schlagzeug und Percussion), Andreas Stadelbacher (Saxofon), Sarah Haufe (Geige) und Axel Hannemann (Perkussion) aus dem Schwäbischen Wald auf eine vierjährige Bandgeschichte zurück.

Die schwäbische Mundart gehörte schon von Anfang an zu der Band und zeichnet sie und ihren Klang aus. Durch die Mundart kam die Band überhaupt erst zustande. Denn Anke Hagner hatte zunächst die Idee, für den Geburtstag ihres Mannes ein Lied auf Schwäbisch zu schreiben. Bestärkt durch ihren Freund und späteren Bandkollegen Christoph Kinkel, blieb sie am Ball. Das Resultat: Zwei CDs der Band („Älles was zählt“ und „Augenblick“) und die nächste steht schon wieder in den Startlöchern.

Gemeinsam mit Christoph Kinkel schreibt Anke Hagner die Lieder für die Band. Während sie hauptsächlich für die schwäbischen Texte zuständig ist, komponiert und arrangiert Christoph Kinkel die dazugehörige Musik. Wie schon der Name der Band verrät, kommen die Texte ehrlich und vor allem authentisch daher – eben gradraus. Sei es „Ohne di“, ein Liebes- und Dankeslied der Frontfrau an ihren Mann, „Bitte für immer“, ein Lied, das Anke Hagner für ihre Band geschrieben hat oder „Standet älle auf“, ein Aufruf, sich nicht alles gefallen zu lassen, auszubrechen aus der Norm und für die eigene Meinung einzustehen. Die Texte erzählen mal fröhlich, mal nachdenklich, mal auffordernd aber immer gradraus Geschichten aus dem Alltag, der Liebe, dem Leben. „Nach unseren Konzerten kommen immer wieder Menschen auf mich zu, teilweise mit Tränen in den Augen, weil ihnen die Texte sehr nahegehen“, sagt Anke Hagner.

Auch musikalisch hat die schwäbische Band einiges zu bieten. Pulsierender Bass und mitreißendes Schlagzeug und Percussion gepaart mit charakteristischen Gitarren- und Bouzouki-Klängen, voluminöse


Von unserer Mitarbeiterin Rebekka Groß