Lokales vom 14.03.2017

Böblingen: Lise-Meitner-Gymnasium und Württembergische Landesbühne vereinbaren Kooperation

Die kulturelle Bildung stärken


Der Intendant der Württembergischen Landesbühne Esslingen (WLB), Friedrich Schirmer, hat sich mit der Schulleitung des Lise-Meitner-Gymnasiums (LMG) Böblingen in einer außergewöhnlichen Absicht getroffen: der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung. Ziel dieser Kooperation ist es im Rahmen des Modellprojekts „Kulturschule 2020 Baden-Württemberg“, an dem das LMG teilnimmt, das kreative Lernen und die kulturelle Bildung von Schülern zu stärken.

Im Rahmen dieser Partnerschaft soll es den Schülerinnen und Schülern des Lise-Meitner-Gymnasiums jahrgangsübergreifend ermöglicht werden, einmal im Schuljahr eine Theatervorstellung der Württembergischen Landesbühne Esslingen vor Ort in Böblingen oder direkt an der Landesbühne zu besuchen. Zusätzlich zu den Vorstellungsbesuchen bietet die WLB ein Rahmenprogramm in Form von theaterpädagogischen Vor- oder Nachbereitungen des jeweiligen Theaterbesuches an sowie die Vermittlung einer Theaterpädagogin für die Theaterworkshops im Rahmen des von der Schule entwickelten „Kulturbandes“, an dem alle Schüler der 5. Jahrgangsstufe teilnehmen.

Passend zum Anlass kam zunächst in der Aula des LMG das Stück „Der Luftballon“ von Selma Lagerlöff in der Inszenierung der WLB zur Aufführung. Das Stück selbst wurde vorher im Deutschunterricht erarbeitet. Im Anschluss an die Vorstellung fand mit den Schülern und Schülerinnen der Klassen 7 und 8 ein Feedbackgespräch statt, bei dem auch die Schauspieler anwesend waren, um sich den Fragen der Schülerschaft zu stellen.

An einem gesonderten Termin während der Unterrichtszeit wird der Vorstellungsbesuch in den jeweiligen Klassen von Theaterpädagoginnen der Württembergischen Landesbühne Esslingen nachbereitet. Damit Theater den Schülern in vielfältiger Form nahegebracht werden kann, wird in den Workshops nicht nur über die Inszenierung gesprochen, sondern die Schüler durch theaterpraktische Übungen dazu animiert, selbst zu Akteuren auf der Bühne zu werden.

Die offizielle Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung fand anschließend im Beisein von Frank Henssler, Bildungsreferent der Karl Schlecht Stiftung, statt. Die Karl Schlecht Stiftung hatte das fünfjährige Modellprojekt „Kulturschule 2020 Baden-Württemberg“ in Kooperation mit dem Land Baden-Württemberg im Schuljahr 2015/16 gestartet. Das Projekt will allen Schülern einen Zugang zu Kunst und Kultur und die Teilhabe am kulturellen Leben ermöglichen. Im Fokus steht die Weiterentwicklung der Unterrichtspraxis. Dabei sollen ästhetische Zugangsweisen und sinnlich-kreative Lernmethoden in allen Fächern, im Sinne von „Learning through the arts,“ entwickelt und praktiziert werden.

Das LMG wurde im Sommer 2015 als eine von landesweit 10 Teilnehmerschulen ausgewählt. Verbunden mit der Teilnahme ist eine finanzielle Förderung in Höhe von jährlich 10 000 Euro durch die Karl


Von unserem Mitarbeiter Peter Maier