Lokales vom 28.12.2015

Leonberg: Die Stiftung Hoffnungsträger übernimmt das Lokal an der Solitude-Rennstrecke

Das Glemseck in neuen Händen

  • Das Glemseck in neuen Händen

Weit sichtbar steht auf dem Banner am Ausflugsrestaurant Glemseck: Danke für eine wunderbare Zeit. An Heiligabend waren alle nochmals eingeladen, um gemeinsam mit der Gründerfamilie Abschied zu nehmen. Nach über 100 Jahren geht das Restaurant an der früheren Solitude-Rennstrecke bei Leonberg in den Besitz der Stiftung Hoffnungsträger von Tobias Merckle über. Am 11. Januar wird er neu eröffnen.

1906 baute der Opa von Hannelore Sonnet, Friedrich Scheytt, das Hotel Glemseck als Vesperstube für die Holzbauern, die in den Wäldern mit ihren Pferdefuhrwerken arbeiteten. 1948 übernahmen Sohn Eduard und seine Frau Gertrud den Betrieb und bauten einen Saal an. Glanzvolle Hochzeiten und viele Veranstaltungen waren in diesem Saal. Das Glemseck war schon damals ein beliebtes Ausflugsziel vor allem für die Städter.

Weltruhm erlangte das Glemseck während der Solitude-Rennen. Rennfahrerlegenden wie Stirling Moss übernachteten hier, nachdem 1924 beschlossen worden war, die Rennstrecke zu bauen. Das erste Rennen im Frühjahr 1925 zog eine riesige Besucherzahl an. 156 Übernachtungsgäste im Haus, auf dem Heuboden und in den Scheunen übernachteten im Glemseck. Aber das Hotel war auch Werkstatt, Garage und Hospital.

1953 wurde die Rennstrecke mit Start und Ziel für 1,3 Millionen Mark (etwa halb so viel Euros) ausgebaut. Zu einem der größten Rennen im Juli 1954 kam fast eine halbe Million Zuschauer. Aber 1965 waren die glanzvollen Rennzeiten vorbei. Die Rennstrecke wurde zur normalen Autofahrstraße.

Hannelore Sonnet, die 1974 das Traditionshotel von ihren Eltern übernommen hat, erzählt, dass der Verkauf des Glemseck eigentlich aus einem Jux heraus entstand. Tobias Merckle engagiert sich


Von unserem Mitarbeiter Heinz Richter