Sport Lokal vom 13.10.2017

Bogensport: Erfolgreiches Sportjahr im Freien geht zu Ende / Deutsche Meister in Reihen der Sportfreunde Gechingen

Daniel Raab schießt den Vogel ab

  • Daniel Raab schießt den Vogel ab

Die sportlichen Erfolge in der Bogensportabteilung der Sportfreunde Gechingen lassen sich sehen. Teilnehmer bei deutschen Meisterschaften und bei der Weltmeisterschaft der Jugend machen deutlich, dass der anspruchsvolle Sport zum Erfolg führen kann. Daniel und Armin Raab konnten beide dieses Jahr einen deutschen Meistertitel mit nach Hause bringen.

Angefangen hat alles in der Schule und dem dortigen AG-Angebot „Bogenschießen“. „Ich fand, das ist was Exotisches, mal was anders als Fuß- oder Handball und das fand ich reizvoll“, sagt Daniel Raab und verweist auf den Beginn seiner Karriere mit dem Blankbogen. Irgendwann war die AG zu Ende und andere Dinge rückten in den Vordergrund, aber seit 2015 sind der Bogensport und die dortigen Erfolge das Ziel des Aidlingers.

Gemeinsam mit seinem Vater geht es regelmäßig zum Training und auf Wettkämpfe. Das regelmäßige Training hat sich dieses Jahr ganz besonders ausgezahlt und so starteten beide bei den deutschen Meisterschaften im Feldbogenschießen. Mit 681 von 721 möglichen Ringen konnte Daniel Raab sich in der Jugendklasse mit dem Compoundbogen auf eine Schussentfernung von 50 Metern durchsetzen und schoss damit auch einen neuen württembergischen Rekord. Vater Armin Raab startete mit dem Blankbogen und konnte mit 578 Ringen den vierten Platz bei den Herren erreichen.

Für Armin Raab war es ein ganz besonderer Erfolg, hatte er doch zuvor bei den deutschen Meisterschaften der Feldbogenschützen nach 2015 bereits zum zweiten Mal den deutschen Meistertitel geholt.

Verletzungsbedingt konnte er 2016 nicht starten und auch für dieses Jahr stand zu Beginn alles noch auf der Kippe. Dass es dann sogar mit der deutschen Meisterschaft geklappt hat, dass macht nicht nur ihn, sondern auch die Bogensportabteilung stolz. Der Weg aufs Siegertreppchen führte dabei über 24 Scheiben, 72 Pfeile und Entfernungen zwischen 5 und 50 Metern. Jetzt ist erst mal aufgrund des Wetters häufiger Training in der Halle angesagt, was Vater und Sohn sehr bedauern. „Draußen schießen ist einfach reizvoller, es ist anspruchsvoller, denn zum Beherrschen der Technik kommen noch die unterschiedlichen Wetterbedingungen hinzu“, sagt Daniel Raab.

„Bogenschießen ist ein Individualsport, bei dem der mentale Bereich ein großer Faktor ist“, sagt Cheftrainer Jürgen Zizmann. Sich auf eine Sache fokussieren, das Gold fest im Blick und sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen, das macht einen guten Bogenschützen aus.

Der Schütze lernt sich dabei selbst kennen, berichtet er weiter und betont, dass der Bewegungsablauf das A und O ist. „Dieser muss richtig sitzen, da muss Bogenhaltung genauso stimmen, wie der


Von unserer Mitarbeiterin Annette Nüßle